Instrumente

 

Die Querflöte

Sie wurde im 17. Jahrhundert entwickelt und gehört ebenfalls zur Familie der Holzblasinstrumente. Gemäß ihres Namens wird sie quer zum Körper gehalten. Sie ist ein außerordentlich vielseitiges Instrument: in der Tiefe eher verhaucht klingend, entfaltet sie in der Mittellage einen sanften und runden Klang, während sie in der Höhe eher scharf und schrill daherkommt. Zudem ist sie sehr beweglich und virtuos: Läufe, Sprünge und Triller sind für sie kein Problem. Auch für dieses Instrument wurden berühmte Werke etwa von Bach, Mozart und Debussy geschrieben. Bekanntester Flötist war aber wohl Friedrich II. von Preußen. Im Musikverein ist die Flöte als Querflöte und auch mit ihrem kleinen Bruder, der Piccolo-Flöte vertreten.

 

 

Die Oboe

Die Oboe steht seit dem Jahr 2004 im Ausbildungsrepertoire des Musikvereins, der damit einen vollkommen neuen Satz erhält. Somit kann zukünftig dem Klangbild des Orchesters eine neue interessante Farbe beigemischt werden. Die Oboe ist ein recht altes Instrument und seit jeher in Sinfonieorchestern, aber auch in der Philharmonie beheimatet. Auf dem ersten Blick einer Klarinette sehr ähnlich, ist im Gegensatz zu dieser ihr Charakteristikum das Doppelrohrblatt: der Klang wird also durch zwei aufeinander liegende, vibrierende Blätter erzeugt. Es erklingt der für die Oboe so typische "näselnde" Ton. In der Orchesterliteratur wird die Oboe denn auch vor allem als solistisches Instrument eingesetzt, zuweilen aber auch zur Ausführung bestimmter musikalischer Effekte.

 

 

Die Klarinette

Ein weiteres Holzblasinstrument finden wir in der Klarinette. Sie wird mit einfachem Rohrblatt, 22 Klappen und 5 Ringen gespielt und tritt v.a. als B-, Es- oder A-Klarinette auf. Charakteristisch ist ihr sanfter, weicher und runder Klang, ihr Reichtum an Klanfarben und dynamischen Abstufungen sowie ihre ungeheure Beweglichkeit. Die Klarinette gehört nicht nur zur klassischen Orchster-Besetzung, sondern ist auch bevorzugtes Jazz-Instrument.
Im sinfonischen Blasorchster des Musikvereins übernehmen die Klarinetten immer öfter die Rolle der Streicher im philharmonischen Bereich und sind dadurch eine der tragenden Säulen eines jeden Ensembles. Aber auch ihr solistischer Beitrag ist nicht zu unterschätzen.

 

 

Das Saxophon

Das Saxophon wurde 1841 von Adolphe Sax erfunden und ist ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt  und Klappensystem ähnlich der Oboe. Sie ist im Spiel sehr wendig mit einem zwar kräftigen, aber doch ausdrucksvollen und warmen Ton. Große Bedeutung erlangte es im Jazz- und Swingbereich, gehört es doch zur Stammbesetzung einer jeden Big Band.
Das Saxophon tritt als Sopran-, Alt-, Tenor- ( beide siehe Bild) und Baritonsaxophon im Blasorchester auf.
Im Musikverein Scherfede haben die Saxophone bereits eine lange Tradition. Herausragende Akteure sind dabei Werner Peine, Vera Vonde, Wolfgang Götte u.a..

 

 

Die Trompete

Die Trompete ist ein länglich gewundenes Blechblasinstrument mit drei (meist Pump-) Ventilen und überwiegend zylindrischer Röhre. Die Trompete an sich ist ein sehr altes, schon in der Antike auftretendes Instrument, das aber erst mit der Erfindung der Ventile 1814 seine heute übliche Form erhielt.
Gestimmt ist sie in B, seltener in A, C, F und Es. Ihr Klang ist v.a. in der Höhe hell, strahlend und schmetternd, in der Tiefe eher weich und rund. Große Bedeutung erlangte die Trompete zu höfischen und militärischen Anlässen; im 17. Jahrhundert fand sie dann den Weg ins (Opern-)Orchester. Dort ist sie eines der herausragensten Soloinstrumente.
Auch im Musikverein werden die solistischen Darbietungen unserer Trompeter hochgeschätzt, so etwa beim "Alten Dessauer" oder der "Post im Walde".

 

 

Das Flügelhorn

Eng verwandt mit der Trompete ist das Flügelhorn, das aufgrund seines konischen Röhrenverlaufs zur Familie der Bügelhörner gehört. In Stimmung und Tonumfang der Trompete gleich bringt es doch ob der weiteren Mensur einen weicheren Ton als diese hervor, weswegen sie vorwiegend im Blasorchester als Soloinstrument eingesetzt wird.
Das ebenfalls in diese Familie gehörende Kornett liegt in Bau und Klangfarbe zwischen Trompete und Flügelhorn

 

 

Die Posaune

Ebenfalls zur Familie der Blechblasinstrumente gehört die Posaune, die sich aber von ihren Artgenossen ansonsten in vielem unterscheidet. Während bei anderen Instrumenten die Töne durch Ventile verändert werden, bewerkstelligen dies bei der Posaune zwei teleskopartig ineinandergeschobene Rohrteile, Züge genannt. Der bewegliche Außenzug ermöglicht dem Spieler eine kontinuierliche Verlängerung der Schallröhre und damit eine gleitende Veränderung der Tonhöhe. Entwickelt wurde die Posaune in ihrer heutigen Form Ende des 15. Jahrhunderts. Im Orchester ist sie seit Ende des 18 Jahrhunderts vertreten. Heute findet sie v.a. im Jazz- und Big-Band-Bereich Verwendung. Ihr Klang ist voll, weich und schmiegsam, aber auch zuweilen mächtig und majestätisch. Im Musikverein ist dieses Instrument mit einem starken Satz vertreten. Die bei der Marschmusik vorwegschreitende Posaunen-Phalanx ist geradezu ein Markenzeichen unseres Vereins.

 

 

Das Waldhorn

Das Waldhorn ist kreisrund gebaut und hat drei Ventile und eine ausladende Stürze (Schallstück). Die linke Hand hält und bedient die Ventile, die rechte hält die Stürze und stopft, womit zusätzlich der Ton erhöht werden kann. Das Horn hat einen enorm großen Tonumfang und einen weichen, runden Ton, weshalb es vor allen Dingen in der Romantik als Ausdruck der Natur, Sehnsucht und Weite galt. (Freischützouvertüre!)

 

 

Die Tuba

Zur Familie der Bügelhörner gehörend, ist die Tuba das größte Instrument im Blasorchester und bildet dort das Fundament einer jeden Harmonie. Die Rohrlänge kann zwischen 4- und 17 Metern betragen, die in einem komplizierten Windungssystem untergebracht werden müssen. Trotzdem ist die Tuba ein relativ bewegliches Instrument mit einem weichen fülligen Ton. Mit der Entwicklung der Ventile Anfang des 19. Jahrhunderts hat sie ihre heutige Form gefunden und wird in verschiedenen Größen gebaut: Basstuba, Doppeltuba, Sousaphon, Bariton.  

 

 

Das Tenorhorn

Mit der Tuba eng verwandt ist das Tenorhorn, das ebenfalls zu der Familie der Bügelhörner gehört. Es hat 3-4 Ventile und wird in länglich gewundener Form aus einem konisch verlaufenden Rohr gebaut. Es tritt meist in den Stimmungen B und C auf und bildet im Blasorchester zusammen mit den Bässen den "Harmonieteppich". Charakteristisch ist denn auch sein weicher und fülliger Klang. Das Tenorhorn begegnet uns in Blasorchestern und Kirchenchören, seltener aber in Sinfonieorchester oder gar im Big-Band-Bereich.

 

 

Das Schlagzeug

Hauptinstrument in der Rhythmusgruppe ist das Schlagzeug oder auch Set genannt. Es besteht aus der großen Baßtrommel, Tom-Toms, kleiner Marschtrommel und Becken. Daneben sind im Musikverein aber auch Kesselpauken, Glockenspiel, Bongos und viele andere andere Percussion-Instrumente vertreten, so daß sich dieser Satz durch seine Vielseitigkeit auszeichnet und viele Musikstücke durch die mannigfaltigen Effekte bereichert.

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