April/Mai
Reinhold Schauf

Der
Titel "Liebling des Monats" geht diesmal an einen Mann, der im vergangenen
Februar auf zwei einschneidende Ereignisse zurückblicken konnte. Zum einen
schied er nach über zwölfjähriger Tätigkeit aus dem Vorstand
des Musikvereins aus, dem er u.a. als 2. Kassierer angehörte - also ein
eher trauriger Anlass.
Zum anderen konnte er die Vollendung seines 60. Lebensjahres im Kreise seiner
Verwandten und Freunde - und selbstverständlich seiner Musikerkollegen
- begehen. Grund genug für uns, Reinhold Schauf als "Liebling des
Monats" auszurufen.
Reinhold gehört unzweifelhaft zur guten "alten Garde" des Musikvereins,
den er nun mittlerweile über 40 Jahre zunächst an der großen
Trommel, schon bald aber als Posaunist tatkräftig unterstützt. Und
trotz seiner großen Anzahl an Dienstjahren ist er immer noch einer derjenigen,
die kaum eine Probe oder einen Auftritt auslassen, sei es bei kaltem Regenwetter
an Allerheiligen oder bei sengender Hitze auf Waldecker Schützenfesten.
Und an ein Ende ist noch lange nicht zu denken, soll doch demnächst erst
noch ein neues Instrument angeschafft werden, das dann sicherlich auch noch
einige Schützenfeste auf den Buckel bekommen wird.

Diese
Dienstbeflissenheit ist auch und nicht zuletzt Ausdruck seiner wohl hervorstechendsten
Charaktereigenschaften, nämlich Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit.
Was Reinhold macht, das macht er richtig und exakt, das hat Hand und Fuß.
Dies zeigt sich nicht nur in der musikalischen Arbeit, sondern auch vor allem
dann, wenn es gilt, richtig mit anzupacken; so geschehen etwa beim Bau der Theke
im alten Musikerraum, aber natürlich auch beim Bau des Musikhauses, wo
er mit seinen geleisteten Arbeitsstunden in qualitativer wie in quantitativer
Hinsicht eindeutig an der Spitze lag. Mit seinem unglaublichen handwerklichen
Geschick hat er hier dem Verein wertvolle Dienste geleistet.
Ebenso war Reinhold in der Vorstandsarbeit eine wichtige Stütze des Vereins,
brachte sich dort oft mit guten und durchdachten Vorschlägen ein, hielt
aber mit seiner Meinung auch dann nicht hinter dem Berg, wenn sie nicht der
Ansicht der anderen entsprach. Wie wichtig so etwas in der Vorstandsarbeit sein
kann, betonte der scheidende Vorsitzende Rudi Grautstück: "Nur mit
"Ja - und Amen!- Sagern" ist ein Verein nicht zu führen!"
Aber auch, wenn Reinhold sich nicht mit seiner Meinung durchsetzen konnte, hat
er doch stets loyal alle Entscheidungen des Vorstands mitgetragen und unterstützt.
Nicht zuletzt in Anerkennung dieser Dienste ist ihm im Jahre 2000 die goldene
Ehrennadel des Volksmusikerbundes verliehen worden. Ein Jahr zuvor wurde er
gar zum Ehrenmitglied des Musikvereins ernannt.
Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit, dies praktiziert Reinhold nicht
nur selbst in vorbildhafter Weise, sondern dies erwartet er in gleicher Weise
auch von seinen Mitstreitern im Musikverein. Hierdurch wird er zwar nicht unbedingt
immer zum "Liebling der Massen", aber auf alle Fälle unser "Liebling
des Monats"!