Juni/Juli
Stefan Benedix

Da sich das Nachrichtensommerloch wohl nicht nur auf die Berichterstattung in Zeitung und Fernsehen beschränkt, sondern auch im Musikverein dafür gesorgt hat, dass keine aussergewöhnlichen Vorkommnisse zu vermelden sind (das kommt sicherlich noch - die Saison hat gerade erst begonnen), so nehmen wir diesem Umstand zum Anlass ein ganz besonderes Exemplar der Scherfeder Musikerriege vorzustellen:Unsern Benne.
Wie
bereits erwähnt, hat diese Ehrung keinen besonderen Anlass, sondern gebührt
seinem Gesamterscheinungsbild:
Als bekanntestes Erkennungsmerkmal über Jahre hinweg gilt wohl bis zum
heutigen Tage Bennes "Mähne", die ihm mit dem passenden Rot-Blond
der Haare tatsächlich etwas löwenhaftes verpasste.
Die Erschütterung, die durch den Proberaum zog, als Benne eines Freitags
zur Probe kam (-wie fast immer natürlich verspätet!) und den staunenden
Musikern sein gestutztes Haupt präsentierte, lässt sich kaum wiedergeben.
Soweit sich der Autor dieser Zeilen aber erinnern kann, musste die Probe für
mehrere Minuten unterbrochen werden.

Als Musiker ist Benne fester Bestandteil des Musikvereins, der vor allem in der Hauptsaison (so an Pfingsten und anderen schützenfestträchtigen Wochenenden) darunter zu leiden hat, dass er Bennes musikalische Fähigkeiten auch mit seiner anderen großen Leidenschaft - der Tanzband "Opus One"- zu teilen hat. Dort nimmt er neben seiner Trompete auch gerne das Mikro in die Hand, um den ein oder anderen Rocksong dem jubelnden und tanzendem Publikum entgegenzuröhren.
Zu seinem
weiteren Hobby, dem Basteln und Aufrüsten seines PCs, worin er mittlerweile
gerngefragter Experte im Musikverein und darüber hinaus ist, hat sich seit
dem letzten Winter der passende Ausgleich gefunden: Eine Frau!
Galt er lange Zeit als "Härtefall", so hat er in seiner Silke
(auch gerne mal Sabyne ;) ) ein wahres Prachtexemplar gefunden, das zu Benne
passt wie "die Faust aufs Auge", was nicht zuletzt auf der letzten
Weihnachtsfeier beim "Gedicht-Schlagabtausch" zwischen den beiden
offensichtlich wurde; auch während des Hamburgausfluges war Silke ein lustiger
Zeitgenosse.
Was
Benne immer wieder zum Symphatieträger macht, sind die kleinen Fettnäpfchen,
die er ungern auslässt, wo sie sich ihm bieten. So ließ er bespielsweise
seinen Trompetenkoffer eines frühen Morgens nach einem ausgeufertem Musikvereinsauftritt
unbeaufsichtigt an einer Scherfeder Bushaltestelle stehen (Der Koffer konnte
glücklicherweise von einem vorbeifahrenden Musiker eingesammelt werden).
Auch ist Benne häufig einer der letzten Veteranen in taubenblau, wenn andere
Musiker nach dem offiziellen Teil eines Festes schon lange von der Bildfläche
verschwunden sind (Oktoberwoche, Rhodener Viehmarkt etc.).
Man sieht, Benne ist ein ganz besonderes "Original" des Musikvereins. Nicht zuletzt seine offene und stets symphatische Art sorgt dafür, dass wir sagen können: Wir sind froh, dass wir ihn haben - den einzig wahren Benne!