Liebling des Monats

Februar/März

Fritz Mantel

 

Auf den ersten Blick erscheint es etwas verwunderlich, daß der Musikverein einen Liebling des Monats hat, der zum einen nicht einmal Mitglied des Vereins ist, zum anderen das schwere Handicap zu tragen hat, aus dem benachbarten Hessenland zu kommen. Doch gerade hieran erkennt der geneigte Leser, daß es sich bei diesem Mann um eine herausragende Persönlichkeit handeln muß, deren sonstige Eigenschaften die anfangs geschilderten Nachteile bei weitem aufheben.

Seit nunmehr über 50 Jahren ist Fritz Mantel ein gern gesehener und willkommener Gast, der, wann immer es seine Zeit auch nur irgndwie erlaubt, dem Musikverein eine große Stütze war und ist. Vom hiesigen Schützenfestfrühschoppen oder der Warburger Oktoberwoche ist er nicht mehr wegzudenken und zu einer festen Institution geworden, wie ein großer Zeitungsbericht vor einigen Jahren im Vorfeld der Oktoberwoche zu berichten wußte.

Zwei Eigenschaften sind es, die bei Fritz besonders hervorstechen. Dies ist zum einen seine Geselligkeit gepaart mit einem kräftigen Schuß Humor. Dies wird jeder bestätigen können, der mit Fritz während oder nach dem Musizieren ein Weilchen zusammengesessen hat und seinen bunt ausgemalten Anekdoten und Erlebnissen aus einem wahrlich reichhaltigen Musikerleben lauschen durfte. In letzter Zeit sind den einheimischen Musikern noch gut die selbstverfaßten Verse und Lieder über die Musik im allgemeinen und den Musikverein im besonderen in Ernnerung, die Fritz während der Weihnachtsfeier zum Besten gab und dabei v.a. den Jüngeren unter uns doch einige wichtige Denkanstöße gab.

Die zweite Eigenschaft ist natürlich sein herausragendes Talent und spielerisches Können auf der Tuba. Dabei ist Fritz nicht bloßer Lainmusiker, sondern studierte sein Instrument am Konservatorium in Kassel. Viele Hörer fasziniert er heute noch mit seiner gefühlvollen und professionellen Art, mit der er die Töne aus seiner Tuba hervorzaubert. Dies zu beschreiben fällt schwer, man muß es selber erlebt haben. Sein erworbenes Wissen hat er dann später vielen Schülern weitergegeben, zu denen auch unter anderem der Verfasser hiesiger Zeilen zählt. Viele seiner Zöglinge konnten Dank seiner Ausbildung ihren Traum wahr werden lassen, nämlich ihr Hobby zum Beruf machen.

Im letzten Jahr hatten wir dann endlich einmal die Möglichkeit, anläßlich seines 70. Geburtstages ihm den Dank auszusprechen, der ihm gebührt und ihm ein Stück davon zurückzugeben, womit er uns die ganzen Jahre über beschenkt hat, eindrucksvoll zum Klingen gebracht mit dem Tuba-Quartett "Ein Freund, ein guter Freund", und damit hätte man es sicher nicht besser treffen können.

Bleibt uns zum Schluß nur noch zu wünschen, daß uns unser Fritz noch lange Jahre mit seiner freundlichen Art erhalten bleibt, und er kann ganz sicher sein, daß wir allezeit seinen Wahlspruch beherzigen werden:

"Auf alle Fälle nicht vergessen:

Mantels Fritz aus Hessen!"

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